Georg Schwarting – Biographie

Georg Diedrich Schwarting wird am 6. Mai 1928 als zweites Kind von Gustav Schwarting und Anni Schwarting auf dem elterlichen Hof in Hurrel (heute: Gerd und Ute Schwarting) geboren. Er ist der jüngere Bruder von Heino Schwarting und der ältere Bruder von Ingo Schwarting und Linda Haverkamp.

Das Jahr 1928 steht in der Weimarer Republik einmal mehr im Zeichen des Aufschwungs der Goldenen Zwanziger – in der deutschen Wirtschaft herrscht bis weit in den Spätsommer hinein Hochkonjunktur. Auch außenpolitisch deutet nichts darauf hin, dass nur elf Jahre später von deutschem Boden aus ein ähnlich verheerender Krieg über die Welt hereinbrechen würde wie zwischen den Jahren 1914 und 1918. So gehört Deutschland zu jenen elf Staaten, die drei Monate nach Georgs Geburt in Paris den Briand-Kellogg-Pakt zur Ächtung von Angriffskriegen unterzeichnen.

Gleichwohl brodeln die seit dem Friedensvertrag von Versailles bestehenden innenpolitischen Konflikte unter der Oberfläche weiter. Im Oktober 1928 gründet die NSDAP den Gau Weser-Ems, im gleichen Monat tritt Adolf Hitler erstmals als Redner in Oldenburg auf. Spätestens mit Ausbruch der Weltwirtschaftskrise im Herbst 1929 wird die Stadt zur Hochburg der Partei.

Die Frage, wie sich Georgs Leben in diesem Umfeld weiter entwickelt hätte und ob er wie sein älterer Bruder Heino ein Opfer des 1939 beginnenden Zweiten Weltkriegs geworden wäre, ist rein hypothetischer Natur: Georg stirbt bereits acht Monate vor dem die Weltwirtschaftskrise auslösenden Schwarzen Donnerstag an der New Yorker Börse. Woran genau, ist in der Familie nicht mehr bekannt, auch das Kirchenbuch der Gemeinde Hude gibt darüber keine Auskunft. Zu Grabe getragen wird er am 22. Februar 1929 auf dem Friedhof der St.-Elisabeth-Kirche in Hude.